Kooperation VIF-Cryo-Bank Krefeld zur Kryokonservierung und sicheren Langzeitlagerung von menschlichen Samenproben
2012-02-13 11:05 von Redaktion
In unterschiedlichen Lebenssituationen, in denen es zu
einer Einschränkung der Fertilität des Mannes kommt (zum Beispiel Operationen
und Behandlungen im Rahmen einer Krebserkrankung oder auch vor einer geplanten
Sterilisation), kann es sinnvoll sein, ein Spermadepot einzufrieren und sicher
zu lagern, um einen später auftretenden Kinderwunsch realisieren zu können.
Die Kryokonservierung von Sperma ist eine Routinemethode, die häufig bei Kinderwunschbehandlungen in unserem Institut durchgeführt wird.
Wir bieten diese sinnvolle und etablierte Methode nun auch Männern an, die aus oben genannten Gründen ein Spermadepot anlegen möchten. Die langfristige Lagerung der Spermaproben erfolgt in Kooperation mit der seit über 30 Jahren bestehenden Cryo-Bank Krefeld, die sehr hohe Sicherheitsstandards bietet.
Weitere Informationen zu diesem Thema erhalten sie unter
folgender Telefonnummer:
IVF-Labor : 06204-703603, Mo-Fr von 11-12 Uhr
Internationaler Wettbewerb unter Kinderwunschzentren - aber bitte nicht unlauter
2011-08-03 09:46 von Redaktion
Ein Beitrag von Rechtsanwalt Johannes Daunderer, Fachanwalt für Medizinrecht und Fachanwalt für Strafrecht
Kostenerstattung der privaten Krankenversicherungen
2011-05-16 12:45 von VIF
In den letzten Jahren ist es vermehrt dazu gekommen, dass vor allem die privaten Krankenversicherungen die berechtigten Ansprüche ihrer Versicherten nicht oder nur teilweise erstatten. Über diesen Link www.pkv-contra-kinderwunsch.de/ können Sie sich aktuell über Ihre Rechte informieren.
Testikuläre Spermienextraktion (TESE)
2011-05-03 10:45 von Redaktion
Unser Kinderwunschzentrum bietet Patientenpaaren, bei denen im Ejakulat des Mannes keine Spermien nachgewiesen werden können, die sogenannte Testikuläre Spermienextraktion (TESE) an.
Der mit unserem Zentrum kooperierende Urologe Herr Prof. Ikinger nimmt den dafür notwendigen, kurzen Eingriff ambulant in unserem Zentrum vor, sodass lange Wege sowohl für das Patientenpaar, als auch für die entnommenen Hodengewebsproben entfallen, was den Prozess optimiert.
Die Proben werden sofort nach der Entnahme aufgeteilt. Jeweils ein kleines Stück der Probe wird einer Kontrollaufarbeitung unterzogen und der Rest wird direkt eingefroren. Durch die Probenaufarbeitung können wir dem Paar in der Regel am Folgetag mitteilen, ob bewegliche Spermien zu finden waren. Die eingefrorenen Proben können dann für mehrere ICSI-Zyklen verwendet werden.
Die Ursachen für das Fehlen von Spermien im Ejakulat können vielfältig sein. In den meisten Fällen gelingt es uns durch die TESE noch bewegliche Spermien zu isolieren. Diese können dann zur Befruchtung der Eizellen eingesetzt werden. Die Befruchtungsrate der Eizellen bei Verwendung von Spermien aus Hodengewebe liegt bei ca. 50%. Die befruchteten Eizellen entwickeln sich anschließend ganz normal weiter.
Info Abend
2010-10-18 14:27 von Redaktion
Wir haben uns nach langer Diskussion dazu entschieden, keinen Info-Abend anzubieten.
Liebes Kinderwunsch-Paar !
Wir haben uns nach langer Diskussion dazu entschieden, keinen Info-Abend anzubieten.
Die Besichtigung von Räumlichkeiten spielt aus unserer Sicht nur eine untergeordnete Rolle bei der Suche nach einer kompetenen und individuellen Kinderwunschpraxis.
Die Ursache der Kinderlosigkeit und die Planung einer geeigneten Therapieform sind etwas sehr Intimes und Persönliches. Wir sind der Meinung, dass Sie die Frage, ob Sie eine Behandlung mit uns beginnen möchten, nur nach einem ausführlichen und persönlichen Gespräch mit uns entscheiden sollten.
Aus unserer Sicht ist ein doch eher "unpersönlicher" Infoabend hierfür nicht geeignet.
Ein persönliches Gespräch wird in der Regel sowohl von den gesetzlichen Krankenkassen als auch den privaten Versicherungen komplett erstattet, sodass Ihnen keine Kosten entstehen.
Nach Absprache ist auch eine Besichtigung der Räumlichkeiten und des Labors möglich.
Ihr Kinderwunsch-Team
Therapieoptimierung durch IMSI?
2010-06-01 18:18 von Redaktion
Bei der IMSI (Intracytoplasmatic morphologically selected sperm injection) handelt es sich um eine Methode, mit deren Hilfe man Spermien bei starker Vergrößerung auf eventuelle Auffälligkeiten der Form (Morphologie) untersuchen kann.
In der Regel werden Spermien mit einem 40-fach Kontrastobjektiv zur Injektion in die Eizelle ausgewählt. Bei der IMSI finden dagegen 100-fach Öl Immersionsobjektive Verwendung. Vor allem das Vorhandensein von sogenannten Vakuolen (kleine Bläschen) im Spermakopf soll ein Hinweis auf eventuell bestehende genetische Abnormalitäten sein.
Inwieweit die Spermienmorphologie überhaupt einen Einfluss auf die Erfolgschancen einer ICSI Therapie hat, wird derzeit sehr kritisch diskutiert. Die Befürworter der Methode berichten von verbesserten Befruchtungs-, Einnistungs- und Schwangerschaftsraten. Insbesondere die Abortraten sollen bei der Verwendung der IMSI erniedrigt sein. Eine der größten retrospektiven Studien zum Einfluss der Spermienform auf die Ergebnisse der ICSI Therapie vergleicht Patientengruppen mit 100% abnormal geformten Spermien mit Patientengruppen, die einen hohen Anteil an normal geformten Spermien aufweisen. Befruchtungsrate, Schwangerschaftsrate, Einnistungsrate und die Geburtenrate waren in beiden Gruppen gleich! Vor allem die Abortrate war unabhängig von der vorhandenen Spermienmorphologie. (French DB et al: Does severe teratozoospermia affect blastocyst formation, live birth rate and other clinical outcome parameters in ICSI? Fertil Steril 2009). Auch die Daten des Deutschen IVF Registers belegen, dass es bezüglich der Schwangerschafts- und Aborthäufigkeit keinen Unterschied zwischen IVF und ICSI Therapien gab, obwohl bei den ICSI Behandlungen in über 80% reduzierte Spermienparameter die Grundlage zur Durchführung der Therapie waren. Gründe für die guten ICSI Erfolge ohne den Einsatz der IMSI könnten sein, dass erfahrene Biologinnen ohnehin nur solche Spermien auswählen, die einen gleichförmigen Kopf aufweisen. Auch unter herkömmlichen Laborbedingungen lassen sich Spermien mit Formunregelmäßigkeiten detektieren und werden nicht für die Injektion in die Eizelle verwendet.
Quelle: M. Montag et al. IMSI Therapieoptimierung bei ausgeprägter Störung der Spermatogenese? 2009
FAZIT: Derzeit ist es umstritten, ob überhaupt ein Vorteil bei der Anwendung der IMSI besteht.

