Häufige Fragen
Hier beantworten wir Ihnen häufig gestellte Fragen. Sollten Ihrerseits Fragen bestehen, die hier noch nicht beantwortet wurden, so beantworten wir Ihnen diese gerne persönlich.
Wie lange dauert eine IVF oder ICSI Behandlung?
Wie oft muss ich während des Behandlungszyklus in die Praxis kommen?
Kann ich zur Ultraschall-Untersuchung auch zu meinem Gynäkologen gehen?
Kann ich die Termine in der Praxis mit meiner Berufstätigkeit vereinbaren?
Was können wir zum Behandlungserfolg beitragen?
Welche Hormone kommen bei der Stimulation der Eierstöcke zum Einsatz?
Welche Nebenwirkungen kann die Hormonstimulation haben?
Wann spritze ich die Hormone am besten? Nehme ich durch die Hormonspritzen zu?
Was sollte ich für den Tag der Eizellentnahme beachten und mitbringen?
Wie verhalte ich mich nach der Eizellentnahme bzw. nach dem Embryotransfer?
Wie lange sollten wir auf Geschlechtsverkehr verzichten?
Wie lange dauert eine IVF oder ICSI Behandlung ?
Das kann je nach Zykluslänge und gewählter Therapieform etwas
schwanken. Die hormonelle Stimulation der Eizellen beginnt in der Regel
am 2.-3. Blutungstag.
Grundsätzlich benötigt die Eizellreifung, genau wie im natürlichen
Zyklus auch, ca. 10-14 Tage und endet mit der Entnahme der Eizellen
zwei Tage nach Abschluss der Reifung.
Um einen vorzeitigen Eisprung zu verhindern kommen unterschiedliche
Medikamente zum Einsatz, die teilweise schon in der zweiten Hälfte des
vorangehenden Zyklus injiziert werden müssen.
Zwei bis fünf Tage nach der Eizellentnahme werden dann die Embryonen
wieder in die Gebärmutter zurückgesetzt. Ein Schwangerschaftstest kann
14 Tage später erfolgen.
Wie oft muss ich während des Behandlungszyklus in die Praxis kommen?
Nach Abschluss aller Voruntersuchungen sollten Sie vor Beginn der
hormonellen Stimulation zum Ultraschall kommen, um eventuell
entstandene Eierstockszysten auszuschließen. Während der Stimulation
reichen in der Regel zwei bis drei Ultraschall-Untersuchungen aus, die
der Kontrolle des Eiwachstums und der Festlegung des Termins zur
Eizellentnahme dienen. Zur Eizellentnahme (Follikelpunktion) und zum
Embryo-Transfer sind ebenfalls Termine notwendig. Zur Eizellentnahme
ist auch die Anwesenheit des Partners erforderlich.
Aufgrund unserer langjährigen Erfahrung und guter Organisation werden wir Sie so selten wie möglich zu uns einbestellen.
Unser ganzes Team ist bemüht notwendige Termine zusammenzufassen (Ultraschall, Narkosebesprechung, Spermiogrammkontrolle….), um Ihnen
unnötige Fahrten zu ersparen. Es ist sehr hilfreich für uns wenn Sie,
vor allem zum Erstgespräch, schon vorhandene Befunde mitbringen.
Kann ich zur Ultraschall-Untersuchung auch zu meinem Gynäkologen gehen?
Nach Absprache mit Ihrem Gynäkologen ist es möglich bestimmte
Voruntersuchungen und Ultraschall-Untersuchungen durchführen zu lassen.
Kann ich die Termine in der Praxis mit meiner Berufstätigkeit vereinbaren?
Da fast alle unsere Patientinnen berufstätig sind und nur ungern am
Arbeitsplatz über die stattfindende Behandlung sprechen möchten, sind
unsere Praxiszeiten sehr flexibel. Untersuchungstermine werden ab 7.20
vergeben, nach Absprache können Sie bis 18.30 Uhr und auch am Samstag zu
Untersuchungen und Gesprächen kommen.
Für die Zeit der Eizellentnahme und den Embryotransfer ist es möglich eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung auszustellen.
Was können wir zum Behandlungserfolg beitragen?
Lassen Sie es sich gut gehen!
Es existieren keine speziellen Verhaltensmaßregeln, die den Erfolg
einer Kinderwunschtherapie verbessern oder gar garantieren. Sinnvoll
ist eine gesunde Lebensweise mit viel frischem Obst und Gemüse, magerem
Fleisch und Fisch. Einseitige Diäten sollten sie vermeiden. Vielleicht
schränken sie Ihren Alkohol und Kaffeekonsums ein. Sportliche Bewegung
(Walken, Schwimmen, Fahrrad fahren…) tragen zum allgemeinen
körperlichen und seelischen Wohlbefinden bei. Geben Sie dem eventuell
erhöhten Schlafbedürfnis nach. Hören Sie auf Ihre „innere Stimme“ :
Was Ihnen gut tut, ist auch für die Behandlung gut.
Rauchen beeinflusst den Eintritt und den Verlauf der Schwangerschaft
nachweislich sehr ungünstig, so dass beide Partner zumindest während
der Therapie und der Schwangerschaft möglichst auf das Rauchen
verzichten sollten. Weiterhin wird die Einnahme von Folsäure für die
spätere gesunde Entwicklung des Kindes schon während einer
Kinderwunschtherapie empfohlen.
Welche Hormone kommen bei der Stimulation der Eierstöcke zum Einsatz?
Es kommen Hormone zum Einsatz, die der Körper normalerweise auch zur
Stimulation der Eierstöcke produziert: FSH, follikel-stimulierendes
Hormon und LH, luteinisierendes Hormon. Diese Hormone können nur in
Form von Injektionen (Spritzen) verabreicht werden. Heutzutage sind
diese Injektionen durch sogenannte „Pens“ sehr leicht durch die
Patientin selbst vorzunehmen. Die Injektion ist fast völlig schmerzlos
und kann dank der Pens auch unterwegs vorgenommen werden.
In seltenen Fällen ist die Einnahme eines Hormonpräparates in Tablettenform möglich.
Welche Nebenwirkungen kann die Hormonstimulation haben?
Das bei der IVF und ICSI Therapie gewünschte Wachstum von mehreren
Eibläschen im Eierstock kann zu Schmerzen und „Völlegefühl“ im
Unterbauch führen. Vor allem am Abend vor der Eizellentnahme und an den
Tagen danach kann die Schmerzsymptomatik zunehmen. Bei einem
überschießenden Ansprechen der Eierstöcke kann es in seltenen Fällen zu
einer „Überstimulation“ der Eierstöcke kommen, die eventuell die
stationäre Aufnahme und Infusionstherapie notwendig macht.
Durch die kontrollierte und individuelle Dosierung der Hormontherapie
wird in der Regel eine derartige Überstimulation vermieden.
Nach bisherigen wissenschaftlichen Untersuchungen hat die
Hormontherapie keine Spätfolgen, wie zum Beispiel ein erhöhtes
Krebsrisiko oder einen früheren Eintritt der Wechseljahre.
Wann spritze ich die Hormone am besten?
Die meiste Ruhe haben Sie wahrscheinlich, wenn Sie die Medikamente
abends spritzen. Aber auch eine morgendliche Injektion ist nicht von
Nachteil. Beachten sollten Sie jedoch, dass die Medikamente immer zum
selben Zeitpunkt gespritzt werden.
Nehme ich durch die Hormonspritzen zu ?
Es kommt nicht zu einer dauerhaften Gewichtszunahme. Leichte
Gewichtszunahmen von ca. 2 Kilo unter der Therapie sind auf eine
vermehrte Wassereinlagerung des Gewebes zurückzuführen und verschwinden
nach Beendigung der Therapie
Was sollte ich für den Tag der Eizellentnahme beachten und mitbringen?
Die Eizellentnahme findet in unseren Praxisräumen statt. Für die
Entnahme erhalten Sie von der anwesenden Narkoseärztin verschiedene
Medikamente zur Schmerzbetäubung. Nach der Punktion werden Sie für etwa
2 Stunden in unserer Praxis sein.
Für die Eizellentnahme sollten Sie nüchtern sein. Bitte bringen Sie
sich ein paar warme Socken, eine bequeme Hose, zwei große Badehandtücher
und etwas zum Frühstücken für hinterher mit. Kaffee, Wasser und Tee
bekommen Sie bei uns.
Die Eizellentnahme wird ambulant durchgeführt. Da Sie zur
Schmerzbetäubung verschiedene Medikamente erhalten, sind Sie aus
rechtlichen Gründen an diesem Tage nicht mehr arbeitsfähig oder
fahrtüchtig.
Wie verhalte ich mich nach der Eizellentnahme bzw. nach dem Embryotransfer?
Sie sollten stärkere körperliche Belastungen in den ersten Tagen nach
Entnahme bzw. Transfer meiden (ausgedehnte sportliche Aktivitäten,
Bewegungen mit abrupten Bewegungswechseln wie Reiten, Squash,
Joggen...). Sie sollten, vor allem im Sommer, auf reichlich
Flüssigkeitszufuhr (mindestens 2.5 l täglich) achten. Sie sollten
nicht rauchen.
Wie lange sollten wir auf Geschlechtsverkehr verzichten?
Vor der Abgabe von Spermaproben (Spermiogramme, Inseminationen, IVF,
ICSI) sollte ungefähr 2-3 Tage auf Geschlechtsverkehr verzichtet
werden.

